Es war nicht uninteressant, doch das Duell spielte sich weniger zwischen den beiden Kanzlerkandidaten ab, sondern zwischen den Kandidaten und den Moderatoren, da die Kandidaten sich ungern von den Moderatoren unterbrechen ließen. Aber es gab auch einige Reibungspunkte zwischen den Kandidaten.
Bei einem TV-Duell verliert in der Regel der zuvor stärkere oftmals an Stimmen, selbst wenn dieser besser als der andere Kandidat bewertet wurde. Insofern dürfte es nicht wundern, wenn die SPD morgen einige Prozente gewinnt, während die CDU ein paar Prozente verliert.
In den meisten Punkten stimmen Merkel und Steinmeier im Grundsatz überein. Sie differieren beinahe überall im Detail. Bis auf Wachstum und die Gesundheit, bei denen die Unterschiede besonders deutlich waren, konnte man sich eine Fortführung der Koalition durch aus vorstellen.
Ich habe mir vorher schon die Wahlprogramme aller fünf Parteien angesehen. Gerade bei CDU und SPD fällt auf, dass sie durchaus ins Detail gehen. Die LINKE ist klar die HSP in Deutschland (wir machen alles besser - nur wie, davon haben wir keine Ahnung - und woher das Geld kommt? Wir greifen in die Luft und hoffen, dass es Geld regnet.)
Ich sehe für die nächsten vier Jahre eine erneute Koalition, ggf. mit der FTP zusammen, also eine Dreier-Koalition. Die LINKE und die Grünen sind arg schwach auf der Brust und nicht regierungsfähig. Und was die FTP angeht, auf jedem Königshof muss es einen Narren geben ... Westerwelle bietet sich gerne an.
Ich werde die eine meiner beiden Stimmen ins schwarze und das andere ins rote Kästchen stecken. Wenn man die letzten Jahre ansieht, ist es uns gar nicht so schlecht gegangen. Eine zwei-Klassen Krankenkasse lässt sich kaum vermeiden (eine Einheitskasse wird durch Schlupflöcher für die Reicheren wieder umgehen lassen) und der derzeitige Wachstumsschub wird uns bis Ende nächsten Jahres voll nach vorne bringen. Für eine Rebellion ist jetzt keine Zeit, es könnte zum Glück noch viel, viel schlechter gehen.
P.S.: Nicht vergessen -> nur wer wählt, darf anschließend mitreden.
Ich muss dann doch etwas zum Kommentar des vorstehenden Beitrages sagen. Ein Einsturz in dieser Art verläuft IMMER kerzengerade nach unten. Das liegt in der Sache selbst begründet. Damit ein Gebäude in eine oder andere Richtung kippt, müsste viel weiter unten einseitig ein größeres Stück weg brechen. Doch wie jeder sehen konnte, ist das Gebäude (ganz anders als wie bei Haussprengungen) Stockwerk für Stockwerk nach unten in sich zusammen gefallen. Damit ist ein Kippen auf irgendeine Seite gar nicht möglich. Dafür werden aber die Trümmer großzügig durch die Gegend geschleudert, da leichtere, kleinere Stücke den schwereren, größeren Platz machen (eine Eigenheit unserer Physik) und dadurch seitlich weg spritzen. Diese Trümmer sorgten unter anderen zur Zerstörung von drei weiteren Hochhäusern, die ansonsten nicht davon betroffen worden wären (nicht nur Gebäude 7, es mussten noch zwei weitere anschließend abgerissen werden).
Alljährlich steht im Kalender der letzten Jahre der Jahrestag an dem die beiden Türme vom World Trade Center eingestürzt sind. Und wie jedes Jahr werden Dokumentationen dazu gezeigt, die einen berichten von Fakten und belegen, dass es sich um einen Terroranschlag handelte und die anderen berichten von Fakten und belegen, dass es sich um eine Verschwörung handelt.
Ich habe mir vorhin mal den Grundriss einer der beiden Türme angesehen und versucht ein Modell in meinem Kopf entstehen zu lassen. Also stelle dir einmal einen Pfahl vor, ein Meter in der Höhe, jeweils 15 Zentimeter Breit und Tief und das ganze in knapp 5 Zentimeter in den Boden gesteckt. Und dann stelle dir vor, etwas trifft diesen Pfahl im oberen Drittel was in etwa einem mittelstarken Hammerschlag entspricht. Man kann sich leicht vorstellen, dass der Pfahl sich zumindest bewegt. Personen die öfters Pfähle in die Erde hauen müssen wissen, 5 Zentimeter (das entspricht in etwa den 6 Stockwerken der Gebäude, die im Boden steckten) reichen nicht aus, wenn etwas wirklich kräftiges gegen den Turm schlägt. Und die Wucht, mit der ein Flugzeug gegen ein Hochhaus kracht, ist wirklich extrem hoch. Der Turm wird bis in den Erdboden davon erschüttert. Übrigens ist dies eine Tatsache, die die Verschwörungstheoretiker schlicht unter den Teppich kehren. Und Stahl hat die Eigenschaft, dass es unter Belastung sehr laute Geräusche von sich gibt, was manche wohl mit Explosionen verwechselt hat.
Es gibt ein bekanntes Gebäude, welches sogar ohne Flugzeug und ohne Brand einfach so in sich eingefallen ist. Ich spreche vom „Sampoong“-Gebäude. Neben schlechten Baustoffen und ungenügender Statik, war der Auslöser die Verschiebung einiger der Klimaanlagen verantwortlich. Obwohl dabei oberflächlich kaum etwas passiert ist, hat es die Struktur derart zugesetzt, dass das Gebäude beim obersten Stockwerk angefangen in sich zusammen fiel, Stockwerk für Stockwerk. Exakt so wie bei den Türmen vom WTC. Und das Gebäude in Japan war nicht durch ein langanhaltendes Feuer geschwächt.
Neben der Wucht der fliegenden Flugzeuge, wobei sich schon damals die Experten gewundert haben, dass die Gebäude überhaupt noch standen, wurden zahlreiche Brände ausgelöst. Nur einige konnte man von außen einsehen. Was man nicht sehen konnte und man daher nur vermuten kann, sind die Feuer im Innern, die es zweifellos gegeben haben muss. Und jeder Feuerwehrmann denkt dabei an den berühmten Flash-Over, der locker über 1.000 Grad erreichen kann. Ob es zu Flash-Over gekommen ist, weiß man nicht genau. Doch schon die von außen gemessenen Temperaturen von mehreren hundert Grad reicht völlig aus, um bereits durch den Einschlag geschädigte Stahlverbindungen noch weiter zu schwächen.
Die Verschwörungstheoretiker verweisen gerne darauf, dass ein simples Feuerchen wohl kaum ein Hochhaus zum Einsturz bringen kann, es muss gesprengt worden sein. Doch wenn Sprengstoff und Sprengkapseln tatsächlich in die einzelnen Stockwerk eingebracht wurde, warum sind diese beim Einschlag und beim Brand nicht schon gezündet worden? Da eine Menge Sprengstoff mit zahlreichen Zündern existiert haben müssen, sofern die Theoretiker Recht behalten wollen, hätten etliche von denen in die Luft fliegen und damit das Gebäude zumindest schon teilweise zum Absturz bringen müssen.
Besonders witzig finde ich, dass immer wieder Verschwörungstheoretiker mit ihren eigenen Mitteln widerlegt wurden. Und obwohl diese Theoretiker zugeben, dass der eine oder andere Fakt nicht zutreffen kann, behaupten sie anschließend das Gleiche wieder.
Bis heute gibt es Anhänger der Verschwörung, die behaupten, dass es nicht möglich sei, dass aus der UA93 telefoniert werden konnte. Dass dies sogar leicht möglich ist, haben Journalisten nun schon mehrfach nachgewiesen. Doch bei den Verschwörungstheoretiker zählen keine Beweise, das wäre ja auch zu einfach.
Übrigens, schon gewusst? Nach neuesten Annahmen ist die Titanic nicht durch den Zusammenstoß mit einem Eisberg untergegangen, es waren Heinzelmännchen die mit Äxten solange auf das Schiff gehauen haben, bis ein Riss entstanden ist. Beweise? Nun, man kann deutlich die Spuren von Axtschlägen am Rumpf der Titanic vermuten, die sich nicht wegdiskutieren lassen ![]()
Ich finde die Verschwörungstheoretiker einfach klasse. Mit fehlendem Wissen, Halbwahrheiten, Vermutungen und einem lautstarken Vortrag kann man wirklich alles zu einer Verschwörung machen. Angefangen von der Existenz des Menschen bis zu Osama Bin Laden (der in Wirklichkeit der Großonkel vom Obama sein soll, das sieht man doch schon an der Ähnlichkeit der Namen).
Wünsche allen noch einen friedlichen und besinnlichen Gedenktag.
Wer meine Berichte liest, weiß, dass ich kein Freund von voreiligen Entschlüssen bin. Die Weltwirtschaftskrise ist weitaus weniger stark in Mitleidenschaft gezogen worden, wie es mancher Experte vorausgesagt hat. Zum Glück blieb so mancher Geschäftsmann ruhig und erklärte, dass er reagieren werde, wenn etwas definitives auf dem Tisch liegt. Doch andere warfen beim geringsten Geräusch die Flinte ins Korn und fing zu jammern an.
Leider reagieren auch viele Bürger viel zu aggressiv auf Meldungen im Fernsehen. Journalisten gerieten schon in Panik, als noch nicht einmal Rauch zu sehen waren und nur jemand ein Gerücht gestreut hat. Leider.
Doch was ist nun mit der Abwrackprämie? Sie hat definitiv Arbeitsplätze erhalten. Die Autoindustrie unterliegt zwar ständig schwankenden Absatzzahlen, doch durch die Panik war abzusehen, dass die Kurve weltweit steil nach unten gehen wird. Dies hätte aber Massenentlassungen zur Folge gehabt. Es musste eine künstliche Nachfrage geschaffen werden, die dieses Loch ein wenig glättet. Dies geschah durch die Abwrackprämie. Aber man wusste vorher nicht, wie reagieren die Bürger. Sind die 2.500 Euro pro Auto genug? Wie stark darf die Verpflichtung sein, neue Techniken als Bedingung einfließen zu lassen? Hinterher ist man immer klüger und dementsprechend kommt dann die Kritik, man hätte es so oder so machen sollen. Doch man muss stark bezweifeln, dass der Bürger in Massen Elektroautos gekauft hätten, zumal die Autoindustrie diese gar nicht bereit hätte stellen können.
Dann war noch die Kritik, dass man die Abwrackprämie nur für Neuwagen, gebaut in Deutschland, hätte zahlen dürfen. Hier muss man sagen, falsch. Das hätte die EU-Kommission nicht mitgemacht und das ganze sofort gestoppt. Eine derartige Beschränkung wäre eine Verzerrung des europäischen Wettbewerbs gewesen. Und unsere EU-Hüter hätten dem sofort einen Riegel vorgeschoben. Doch leider denken die wenigsten Bürger europäisch, sondern nur an sich selbst.
Und jetzt? Jetzt fällt die Abwrackprämie weg, dann kommt das Loch eben jetzt. Wieder falsch. Die Weltwirtschaft ist wieder stark im kommen. Damit auch die Nachfrage nach den Autos. In Deutschland sinkt sie, richtig, aber weltweit steigt sie. Das Loch ist zwar noch nicht gefüllt, aber es wurde geglättet, was Arbeitsplätze erhalten hat, wenn sie auch mit Kurzarbeit überbrückt werden mussten. Doch das ist sowohl für den Staat, als auch für die Autoindustrie billiger und effizienter als die befürchtete Massenentlassung.
Und wie sieht es mit den Emissionen aus? Besser. Viele kritisieren zwar, dass bei der Herstellung der Autos ja auch Emissionen freigesetzt wurden, doch diese wären ja auf jeden Fall freigesetzt worden, jetzt nur früher (dieser Wert bleibt also neutral). Dafür wurden die Emissionen der Autos mit einem Schlag reduziert, indem man die Stinkbomben von den Straßen nahm. Beim Abwracken fallen weniger Emissionen an, aber auch die wären entstanden, wenn die Autos später abgewrackt worden wären - oder schlimmer, jetzt massenweise in Afrika fahren. Es wurden zwar einige dennoch verschifft, aber die Anzahl derer sind zum Glück recht niedrig.
Natürlich kritisieren jetzt Einzel- und Möbelhändler, sie hätten unter der Abwrackprämie leiden müssen. Und auch das stimmt nicht so ganz. Der Einzelhandel hat durch die Deflation sogar profitiert und hohe Gewinne eingefahren. Aber die Kritik, die Leute hätten ihr Geld nur in neue Autos gesteckt, kann man so nicht gelten lassen. Schließlich sprang die Sparquote auf Rekord verdächtige 12,8 Prozent an. Das heißt, von 100 zur Verfügung stehenden Euros wurde im Durchschnitt 12,8 Euro gespart. Vielleicht hätte die Möbelindustrie besser reagieren müssen mit dem Slogan: "Investiert in die Zukunft und nicht in niedrige Zinsen!"
Die deutsche Abwrackprämie war definitiv ein Erfolg und dieser wird auch schon, wenn auch in modifizierter Art, von anderen Ländern übernommen. Und wir können von Glück sagen, dass andere Länder nicht zeitgleich mit uns auf die Idee kamen. Denn dann wäre das große Loch in Deutschland durch zwei kleinere geglättet, sondern nur verschoben worden, was jetzt zu Massenentlassungen führen würde.
Natürlich kann man im Nachhinein die Höhe und die Bedingungen der Abwrackprämie kritisieren. Doch sie hat funktioniert. Niemand kann voraussagen, dass dies bei Änderung der Höhe oder der Bedingung auch getan hätte. Das gehört in das Reich der Spekulation ("Wenn der Esel an der richtigen Stelle scheißt und der Bauer darauf ausrutscht, knallt er mit dem Kopf auf einen Stein, der aus purem Gold ist").
Ich persönlich bin froh, dass Trotz der Kritik der Linken, der Grünen und vereinzelte Kritik aus SPD-Kreisen ihre Abwrackprämie so zügig umgesetzt hat.
Ach ja, erinnerst du dich noch, dass letztes Jahr im August für diesen August die Arbeitslosenzahl auf 5 Mio. prognostiziert wurde? Und will Steinmeier nicht 4 Mio. neue Arbeitsplätze schaffen? Wir haben ja noch nicht einmal 4 Mio. Arbeitslose!
Die Kinder in einigen anderen Ländern sind nicht so arm wie in Deutschland, oder anders gesagt, wir hier in Deutschland müssen verstärkt gegen Kinderarmut kämpfen. Und schon wird Deutschland mit Finnland verglichen, zumindest was die Kinderarmut angeht.
Gut, Finnland und Deutschland kann man generell nicht miteinander vergleichen. Weder politisch, steuerlich oder gesellschaftlich. Finnen haben einen Ausländeranteil von knapp 2%, wir in Deutschland haben einen von über 8%. Da es recht wenige Finnen gibt (etwas mehr als 5 Millionen) kann man die Ausländer schon duzen, weil man alle mit Vornamen kennt. Dazu kommt, dass Deutschland ein Transitland ist, während Finnland ein Randland ist, welches von Deutschland profitiert. In Finnland leben dazu noch 14mal weniger Personen auf dem Quatratkilometer als in Deutschland, sitzen sich also nicht permanent auf der Pelle, die Stadtdichte ist wesentlich geringer. Der Arbeitsdruck ist wesentlich geringer in Finnland, das Niveau ist geringer, die MWSt ist höher etc. pp.
Also, wenn wir die Kinder wie in Finnland haben wollen (Geld- und Bildungsmässig) dann müssen wir erst einmal die vielen Ausländer rausschmeißen (sorry die Wortwahl), dann müssen wir Deutschland wesentlich vergrößern, etwa um das 15fache, dann erhöhen wir die MWSt. schaffen viel der Industrie ab, reißen die Hochhäuser ein und so weiter. Hört ich doch gut an. Gut, unser typisches Deutschland gäbe es nicht mehr, ist aber egal.
Aber ich glaube, all die, die lieber die Zustände wie in Finnland haben möchte, sollte einfach nach Finnland auswandern. Das sollten dann auch möglichst viele tun. Und irgendwann sind in Deutschland nur noch 5.3 Millionen Einwohner und in Finnland 82 Millionen. Und dann wäre Deutschland das Vorzeigeland in der OECD. Hurra!
Fazit: Immer wenn Politiker beginnen Deutschland mit einem anderen Land zu vergleichen, bekomme ich das große Kotzen. Das alles in einem Land zusammen hängt, das will man nicht sehen. Warum also nicht die Drogenpolitik wie in den Niederlanden? Und die haben noch etwas schönes. Querschnittsgelähmte dürfen einmal im Monat auf Krankenkasse zu einer Prostituierten gehen. Das sollte man mal in Deutschland einführen. Hurra, Deutschland wird Niederlande!!! Viel Spaß noch.